Sonntag, 16.12.2018 19:41 Uhr

Wie man eine Branche ruiniert!

Verantwortlicher Autor: Herbert M. Lukele Wien, 20.09.2018, 09:30 Uhr
Kommentar: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 6197x gelesen

Wien [ENA] In Österreich wurde der Handel mit Tabak und das Glücksspiel nach dem Krieg verstaatlicht. Tabakgeschäfte (Trafiken) wurden für Invalieden und behinderte Menschen vergeben und durch ein staatliches Monopol geschützt. Tabak und Lotto gabe es also nur in der Trafik. Von diesen Einnahmen konnten die Trafikanten ein menschenwürdiges Leben führen, da die Spannen gut waren. Heute sterben diese Trafiken!

In den letzten Jahren unternahm die Politik alles um den Trafikanten das Leben schwer zu machen. Die Spannen wurden auf ein lächerliches Maß reduziert, Rauchen wurde bekämpft, Rauchverbote in öffentlichen Räumen eingeführt, Preise erhöht und Werbung verboten. Dies und andere Verordnungen ließen die Umsätze der Trafiken massiv einbrechen. Mehrere hundert Trafiken haben geschlossen und viele kämpfen ums überleben. Paralell dazu bemühen sich Supermärkte um das Zigarrettengeschäft, um Umsätze an den Kassen zu erhöhen. Was machte die Politik? Sie unternahm nichts und das Trafikensterben geht weiter. Es ist wieder einmal diese feige Haltung der Politiker, wo jeder danach trachtet nicht die schlechte Nachricht zu überbringen.

Auch die Monopolverwaltung welche das Sprachrohr der Trafikanten in der Politik ist, versagt laufend. Ersatzprodukte wie Kaffe sind lächerliche Versuche, das Steuer herumzureißen. Die Branche stirbt und mit ihnen viele fleißige Unternehmer mit Schulden und ohne Perspektiven. Überleben werden einige wenige Trafiken an top Standorten (eine gehört dem Obmann der Trafikenvertretung!). Die Politik zerstört schleichend eine Branche weil sie zu feig ist klar und deutlich das Ende des Trafikenmonopols zu verkünden! Und wieder siegen die Konzerne mit Hilfe ihrer Schergen den Politikern!

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