Montag, 20.11.2017 16:33 Uhr

Mühevoller Sieg für deutsche Nationalmannschaft

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Prag, 03.09.2017, 16:42 Uhr
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Torschütze zum 2:1 Mats Hummels (Deutschland).
Torschütze zum 2:1 Mats Hummels (Deutschland).  Bild: AFP/Grenz

Prag [ENA] Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft rückte in Prag mit ihrem 2:1-Sieg gegen Tschechien weiter in Richtung ihres Zieles: Aufstieg in die nächste Runde bzw. Erwerb des Tickets der Weltmeisterschaft 2018 in Rußland. Mit ihrem 7. Sieg fuhren sie im 7. Spiel damit erneut 3 Punkte ein, wodurch...

...der Abstand zu den nachfolgenden Teams in der Qualifikations-Position noch vergrößert wurde. Für die deutsche Mannschaft trafen Timo Werner (4. Minute) und in der 88. Minute Mats Hummels. Damit sorgten sie in dem sehr umkämpften Sieg noch für eine größere "Erhellungs-Position", denn das Resümee fiel bei dem befragten deutschen Trainer Joachim Löw als auch bei den einzelnen Spielern anhand des Spielgeschehens nicht euphorisch aus.

Kein Finalticket ohne spielerisches Gütesiegel

Schon vor dem Match vor 18 500 Zuschauern in der Eden Arena warnte Löw: "Keiner bekommt ein Finalticket ohne ein erkämpftes Gütesiegel." Beim Zeremoniell vor dem Spiel bei der Schweigeminute für verstorbene tschechische Altinternationale kam es zu einem Eklat: Einige deutsche Fans störten absichtlich mit derartig gebrüllten Rufen: "Scheiß - DFB!" Das sorgte für Enttäuschung bei den deutschen Fußball-Verantwortlichen. Umso verwerflicher ist die Reaktion einige deutscher Fans, den Torschützen Timo Werner zu verunglimpfen mit ihren "Schmäh-Gesängen".

Das goldene Tor durch Timo Werner in der 4. Minute

Obwohl die Fußball-Saison noch jung ist, spielte das deutsche Team anfangs noch kuragiert auf. Besonders nach dem so frühen Tor durch den RB-Leipziger Stürmer Timo Werner. Der hatte sich blitzschnell auf der rechten Seite von seinem Bewacher gelöst. Und den an ihn paßgerecht von Mesut Özil "servierten" Ball am tschechischen Torwart Tomas Vaclik vorbei ins Tor spitzelte. Durch diesen Treffer hatten dann die Deutschen viel schneller ins Spiel gefunden. Die "roten" Tschechen setzten aber immer wieder "nadelstichartige" Angriffe - und mit wenigen Stationen bedrohten sie das deutsche Tor.

Mit der Zeit wirkten die Tschechen spielerisch aktiver

Die Tschechen wirkten mit zunehmender Zeit spielerisch und optisch aktiver. Eine tolle Chance hatte jedoch die deutsche Mannschaft durch den Gladbacher Stindl in der 13. Minute. Aber auch die Tschechen hatten einige Torgelegenheiten, so ein gefährlicher Schuß durch Jan Boril (17. Minute) und einen gut getimten Kopfball durch Tomas Soncek. Nach dem Wechsel zogen die Einheimischen spielerisch mit viel Power an. Sie waren den Deutschen ebenbürtig.

Mit Direktschuß aus 25 Metern in der 78. Minute zum 1:1

So verwundert es nicht, daß der bei Hertha spielende Tscheche Darida einen "saftigen" Direktschuß aus 25 Metern in der 78. Minute ins rechte obere Tor-Eck versenkte - zum 1:1. Dieses Resultat verunsicherte die deutsche Mannschaft zunehmend, obwohl sie die wesentlich höhere Anzahl an Ballbesitz hatten. Erst eine Standardsituation sorgte dann für den glücklichen deutschen Sieg: Toni Kroos, einer der dominantesten deutschen Mittelfeld-Spieler, zog den Ball - leicht gelupft - auf den Kopf von Mats Hummels - der ihn unhaltbar für den Keeper Vaclik ins Tor beförderte.

Die Meinung des Trainers Joachim Löw (Deutschland):

Der Trainer der deutschen Nationalmannschaft Joachim Löw fasste das Geschehen des WM-Qualifikationsspieles wie folgt zusammen: "Wir hatten uns das Leben schwer gemacht. Ich bin zwar mit dem Ergebnis zufrieden, doch nicht so sehr mit der Spielweise meiner Mannschaft. Man könnte auch sagen, obwohl wir viele Wege gegangen sind, hatten wir mit dem Ergebnis auch Glück gehabt."

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