Montag, 20.08.2018 10:49 Uhr

Frankreich Europameister im American Football

Verantwortlicher Autor: Sven Wiese Vantaa, Finnland, 06.08.2018, 18:11 Uhr
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Frankreich feiert den ersten Europameistertitel
Frankreich feiert den ersten Europameistertitel  Bild: Sven Wiese

Vantaa, Finnland [ENA] In einem hart umkämpften Match gegen Österreich gewinnt Frankreich mit 28-14 unter dem deutschen Coach Patrick Esume zum ersten Mal die Europameisterschaft im American Football und feiert nach dem Gewinn der World Games in Krakau 2017 bereits den zweiten Titel in zwei Jahren.

Im Finale der diesjährigen Europameisterschaft im American Football, die nach einigen Querelen und etwas Verzögerung im finnischen Vantaa stattfand, standen sich Frankreich und Österreich jeweils mit den deutschen Trainern Patrick Esume (Frankreich) und Shuan Fatah (Österreich) zwei spielstarke Mannschaften gegenüber. Österreich verlor 2014 das Finale gegen Deutschland und Frankreich setzte sich damals gegen Finnland durch und errang die Bronze-Medaille.

Österreich's Interception im 4 Quarter reichte nicht

Lange sah es nach einem Sieg für die Österreicher aus, die nach der französischen Führung durch James im ersten Viertel die Partie drehten und nach zwei Touchdowns von Platzgummer und Seikovits im zweiten Quarter verdient mit 14-7 in die Pause gingen. Dabei nutzte die Offense um Quarterback Thury einen Fumble der Franzosen aus, der in der französischen Hälfte ergattert werden konnte.

Coach Esume fand anscheinend die richtigen Worte in der Halbzeitansprache, denn die Franzosen drehten nochmal richtig auf und errangen durch zwei Touchdowns im dritten Viertel die Führung zurück, die sie im letzten Quartal noch um einen weiteren Touchdown auf 28-14 ausweiten konnten. Österreich gelang kein Punkt mehr und auch eine zwischenzeitliche Interception reicht nicht aus, um die Niederlage abzuwenden.

Mit 225 Passing und 350 Total Offensive Yards wurde Paul Durand zum wertvollsten Spieler (MVP) sowohl des Spiels, als auch des gesamten Turniers gewählt.

Coach Esume zeigte bedankte sich bei seiner Mannschaft, die "außergewöhnliches geleistet hat, indem sie nach der Halbzeit so stark zurückkam". Österreich's Coach Fatah war sichtlich enttäuscht, zumal er seine Mannschaft, die sich aus sehr vielen jungen Akteuren zusammensetzt, noch in der Pause gewarnt hat: ..." das wird kein Selbstläufer, aber die Jungs waren sich wohl schon etwas zu sicher." Beide Trainer lobten zudem die gesamte Organisation des Turniers, ließen aber auch an die Verbände verlauten, dass eine bessere Kontinuität der Turniere einen höheren Stellenwert des Sports zur Folge hätte.

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