Montag, 20.11.2017 16:32 Uhr

Die Ostsee-Kogge schlug Leck

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 10.09.2017, 17:56 Uhr
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Diskussion zwischen Rostocker und Magdeburger Spielern um Schiedsrichterentscheidung.
Diskussion zwischen Rostocker und Magdeburger Spielern um Schiedsrichterentscheidung.  Bild: Sportfoto Normen Seidler

Magdeburg [ENA] Der in der Saison heimstärkste Liga-Vertreter (2017/18), der 1. FC Magdeburg, schickte das auswärtsstärkste Team, den FC Hansa Rostock, vor 21000 Zuschauern mit einer 0:2-Niederlage heimwärts. Die Hanseaten kamen mit viel Selbstvertrauen in die MDCC-Arena.

Sie holten auf fremdem Platz - gegen Lotte, Erfurt und Würzburg - jeweils einen Sieg und heimsten die entsprechenden 3 Punkte ein. Sie standen mit 11 Punkten vor dem Match auf dem 11. Tabellenplatz. Sie gehörten bis dato zu den Auswärtsbesten der Liga. Während die Magdeburger mit 5 Siegen in Folge auf dem 2. Platz standen und nach dem Sieg über die Ostsee-Städter bleiben sie weiterhin auf dem 2. Rang.

Gastgeber auf dem 2. Tabellenplatz

Der FC Hansa Rostock mußte jedoch auf die gefährlichen etatmäßigen Spieler Marcel Ziemer (Verletzung) und Amaury Bischoff (rotgesperrt) verzichten. Der Gastgeber-Coach Jens Härtel hatte dagegen die Qual der Wahl (unter 25). So äußerte er sich vor dem Spiel: "Im Vorbereitungs-Training durfte sich keiner meiner Akteure hängen lassen, sonst wäre er nicht berücksichtigt worden."

Warnung vor Erfolgsstürmer Benyamina

Er warnte nach Beobachtung eines Hansa-Auftritts im Ostsee-Stadion vor dem gefährlichsten Ostsee-Kicker Sonfian Benyamina, der bereits in 6 Spielen 4 Treffer versenkt hatte. Das Spielgeschehen "verharrte" mit Beginn nicht in einem spielerischen Abtasten. Mit Kurz-Pass-Stafetten versuchten die Gegner auf beiden Seiten zum Erfolg zu kommen. Doch nach 4 Minuten stellte der Schiedsrichter die Fortsetzung des Spiels ein. Die Magdeburger Block-U-Fans hatten den Stadion-Kessel in Rauch eingehüllt. Doch nach entsprechenden Ermahnungen durch den Stadion-Sprecher an die Rauchverursacher konnte das Spiel fortgesetzt werden. Danach gab es etliche Strafraum-Szenen auf beiden Seiten, u.a. in der 11.; 14.; 16. und 20. Minute.

Torgefährlicher Philip Türpitz (FCM) erzielte das 1. Tor

Da mußte Heim-Keeper Jan Glinker mit reaktiv ausgestrecktem Arm auf der Linie retten. Auf der Gegenseite hatte sein Klub-Kamerad Philip Türpitz den Ball schußbereit auf dem Fuß. Aber er verfehlte. Doch 4 Minuten später stürmte der gleiche Spieler auf der rechten Seite auf das Hansa-Tor zu und versenkte den mit Wucht getretenen Ball zum 1:0 für den FCM ein. Nach dem Wechsel glaubten die Fans an einen Schock der Gäste. Doch weit gefehlt. Sie schossen munter (60. und 64. Minute) auf das gegnerische Tor. Diese Schüsse waren jedoch "saftlos" und eine einfache Beute für Glinker.

Ein Ball aus 30 Metern schlug zum 2:0 ein

Ab der 65. Minute kam es auf beiden Seiten zum Auswechseln - darunter beim Gastgeber Felix Lohkemper. Kaum hatte er die für richtige Position gefunden, da donnerte er einen Ball aus 30 Metern (68. Minute) als Volley-Schuß auf das vom Rostocker Keeper, J. Blaswich, gehütete Tor. Der zeigte aber kaum eine Abwehrreaktion - also 2:0. Der Gastgeber verteidigte danach geschickt und ließ keinen Torerfolg der Gäste zu, obwohl der hanseatische Mittelfeld-Akteur Fabian Holthaus (87. Minute) einen "Knaller" knapp über den Kasten setzte.

Trainerstimmen:

Pavel Dotchev (Rostock): "Ich habe erwartet, daß es ein schweres Spiel wird. Wir erwischten einen schlechten Tag. Wäre die Chance von Benjamina reingegangen (1. Halbzeit), dann hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen. Uns fehlte einfach das Offensivvermögen. Das 1:0 in der 1. Halbzeit hätten wir noch eleminieren können. Doch dann ereilte uns durch einen Standard das 2. Tor. Trotzdem muß ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen."

Jens Härtel (Magdeburg): "Unterm Strich sind wir der klare Sieger. In der 1. Halbzeit waren wir deutlich überlegen. Wir eroberten in dieser Phase viele Bälle. Nach dem Wechsel ist uns das Spirit ein wenig ausgegangen. Auch wenn Goalgetter Christian Beck kein Tor getroffen hatte, so war er doch einer der Rührigsten mit und ohne Ball."

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