Dienstag, 12.11.2019 19:47 Uhr

World Sleep Day 2019

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 18.06.2019, 14:50 Uhr
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Wien [ENA] Der Weltschlaftag ist eine jährliche Veranstaltung, die vom WASM, zu der auch die österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin gehört, organisiert wird. Bedenkt man, dass wir bis zu einem Drittel unseres Lebens schlafend verbringen, wird ersichtlich, weshalb Schlaf ein so wichtiges Thema ist. Erholsamer Schlaf ist für unser tägliches Funktionieren wichtig. Schlafstörungen sind in Österreich weit verbreitet.

Sowohl die Gesamtschlafzeit als auch die Effizienz sinken leider auch mit zunehmendem Alter. Der Salzburger Schlafforscher Manuel Schabus von der Universität Salzburg beschäftigt sich schon lange in seinem Schlaflabor mit den möglichen Ursachen für schlechten bzw. guten Schlaf. Viele Schlafforscher bezeichnen Schlaf als paradoxe Angelegenheit, da es sich dabei um weitgehend unbewusste Prozesse, die sich unserem Willen entziehen, handelt. Schlaf können wir nur zulassen, also nicht erzwingen. Das Thema ist aber auch uralt. Philosophen waren schon immer davon fasziniert, dass wir in zwei Welten leben, die Welt des Schlafes und des Wachens. Daher kommt es, dass der Schlaf bei den alten Griechen und Germanen der Bruder des Todes ist.

Hypnos und Thanatos sind Söhne der Nachtgöttin Nyx. Die Trennung zwischen Schlafen und Wachen ging sogar so weit, dass östliche Philosophen den Schlaf als den eigentlichen wahren Zustand des Menschen hielten. Ganz anders die westlichen Naturwissenschaften, die im Schlaf hauptsächlich chemische Funktionen vermuteten, die im Zuge der Evolution immer komplexere neuronale Netzwerke entwickelt haben. Aber vielleicht hilft uns der Rückblick in die Philosophie Geschichte, weil wir ja verstehen wollen, warum Schlafprobleme heute eigentlich schon als Zivilisationskrankheit eingestuft werden müssen. Was lässt uns aber nicht mehr zur Ruhe kommen? Entspannen, Loslassen, Hilfe suchen oder Kräutertees sind vielleicht Mittel wieder eine Balance zu finden.

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