Sonntag, 28.02.2021 04:25 Uhr

Gedanken zu Heinrich Schliemann

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 08.01.2021, 13:55 Uhr
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Wien [ENA] 1873 teilte Heinrich Schliemann der Öffentlichkeit mit, dass er das langesuchte Troja bei seinen Ausgrabungen im kleinasiatischen Hisarlik gefunden habe. Nicht nur fand er angeblich das Skäische Tor, das in der Ilias von Homer erwähnt wurde, sondern möglicherweise auch den Palast des mythischen Königs Priamos und einen Schatz von 8000 exquisiten Kunstwerken wie Vasen oder Schmuck aus Gold, Silber oder Kristall.

Aber das sollte nicht der einzige Schatz sein, den Schliemann entdeckte. 1876 erhielt er die Grabungserlaubnis für Mykene und mit seiner Frau Sophia fanden sie dort 5 prunkvolle Schachtgräber mit goldenen Totenmasken und wertvollen Grabbeigaben. Schliemann war überzeugt, er habe das Grab des Agamemmon gefunden, was später von der Wissenschaft bezweifelt wurde. Wer war eigentlich dieser Hobbyarchäologe, der so erfolgreich und vom Glück begünstigt war? 1822 in Deutschland als Sohn eines Pastors geboren, konnte er aus Geldmangel nicht studieren und erlernte zuerst den Kaufmannsberuf, durch den er nach Jahren der Armut zu großen Reichtum kam. In seinem Buch "Selbstbiographie" beschreibt er seine frühe Kindheit im Dorf Ankershagen.

Er hatte schon als Kind seine Leidenschaft für verborgene Schätze entdeckt und seiner kleinen Freundin Minna versprochen, "dass wir, sobald wir erwachsen wären, uns heiraten würden, und dass wir dann unverzüglich alle Geheimnisse und verborgenen Schätze von Ankershagen erforschen und zuletzt aber die ganze Stadt Troja (von der er von seinem Vater gehört hatte) ausgraben wollten." Und er fügte hinzu, "Gott sei gedankt, dass mich der feste Glaube an das Vorhandensein jenes Troja nie verlassen hat! -aber erst im Herbst meines Lebens und ohne Minna sollte ich unsere Kinderträume von vor fünfzig Jahren ausführen dürfen." Zeigt das nicht vielleicht, dass die Kraft des Glaubens und der Liebe manchmal "Wunder" wirken?

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