Sonntag, 21.10.2018 08:26 Uhr

Der Stein

Verantwortlicher Autor: SIR F.E.Eckard Prinz von Strohm Windeck, 12.04.2018, 12:45 Uhr
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Windeck [ENA] Der Stein… …der Zerstreute stolpert über ihn, der Gewalttätige benutzt ihn als Waffe, der Architekt baut mit ihm, als Kinder spielten wir mit ihnen, David erschlug Goliath und Michelangelo formte aus ihm die schönsten Skulpturen. In all diesen Fällen unterschied sich nicht der Stein, sondern der Mensch … … es gibt keinen Stein auf deinem Weg, den du nicht nutzen kannst, um weiterzukommen.

Wenn wir diesen Spruch hören, stellt man fest, das alles was wir tun und wie wir etwas sehen in der Betrachtungsweise eines jeden Einzelnen liegt. In diesem Beispiel handelt es sich um einen „einfachen“ Stein. Interessant ist, was man damit macht. Darüber denkt man normal gar nicht nach. Dabei klingen die unterschiedlichen Varianten einfach und einleuchtend. Nur, wenn wir uns den Nutzen des Steins genauer ansehen, stellen wir je nach Gebrauch unterschiedliche Werte fest, die einerseits schön, andererseits teils sogar erschreckend sind. Denn der eine erkennt im Stein eine Waffe, der andere ein Spielzeug oder eine wunderschöne wertvolle Skulptur.

Oftmals ist es so, dass wir uns selbst einen Stein in den Weg legen, oder glauben, ihn von anderen in den Weg gelegt bekommen zu haben. Wie gehen wir damit um? Zuerst sehen wir im Stein ein Hindernis. Das empfinden wir als negativ. Es ist etwas, was uns stört und uns den Weg versperrt. Oftmals glaubt man, dass es nicht mehr weiter geht. Doch, wenn uns dieser vermeintliche Stein im Weg liegt, müssen wir dann nicht anfangen umzudenken? Umdenken in dem Sinn, warum liegt der Stein ausgerechnet jetzt im Weg? Gibt es eine Möglichkeit ihn zu entfernen? Oder muss man sich nach einem neuen Weg umsehen? Gibt es einen anderen, oder vielleicht sogar mehrere Wege, auf die man ausweichen kann? Man ist jetzt gefragt.

Dabei wird man unter Umständen sogar kräftig wachgerüttelt. Spätestens dann sollte man sich die Frage stellen, wofür ist das ganze gut? Ist man in seinem Leben festgefahren oder etwa auf einen falschen Weg gekommen? Schließlich liegt es an uns, wie wir den Stein betrachten und was wir aus ihm und unserem Leben machen. Wie nehmen wir ihn wahr? Ist er für uns ein Stolperstein oder etwas Wertvolles? Ist er für uns schwer und eher eine Last, oder ganz leicht. Jeder Mensch hat eine andere Sichtweise und Bezug zu ihm. Er bietet uns eine Vielfalt von Möglichkeiten. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Nur, jeder muss sich damit selbst beschäftigen, herausfinden und erkennen, was der Stein für ihn bedeutet.

Ist er zu schwer, erschlägt er uns, oder ist es ein einfach nur ein Stein am Wegesrand, oder ein Meilenstein in unserem Leben. Wie wertvoll er für uns ist bzw. war, wird sich erst später herausstellen. Stellen wir uns einmal vor, Gott ist dieser Stein. Wie sehe das aus? Einige benutzen ihn über ihre Religion als Waffe, indem man ihn als strafenden Gott bezeichnet und den Menschen Angst macht. Wie sagte Jesus so schön, als eine Frau gesteinigt werden sollte: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“. Der Stein in der Hand trägt hier die Macht über Leben und Tod, als auch Macht im Sinne von Angst, Gewalt und Manipulation. Der Stein, sprich Gott, wird hier benutzt.

Wer dabei seine Sichtweise versperrt und nichts anderes, als das Negative in dem Stein erkennt und nutzt, wird auch keinen Ausweg finden. Sehen wir aber in dem Stein das Schöne, das Kostbare, sprich das Positive, dann hat er einen ganz anderen Wert für uns und unser Leben. Der Stein kann zu keiner Last werden. Betrachten wir den Stein mal aus der Sicht, dass er uns auf unserem Weg begleitet und uns neue Wege öffnet und auch lenkt, so ist der Wert des Steins doch unbezahlbar. Dadurch erkennen wir erst, das Gott uns als Stein hilft, unseren Weg zu überprüfen, neue Wege anbietet, aufzeigt und uns führt. Denn Gott will damit, den so genannten Stein, ins Rollen bringen.

Solange er rollt, wissen wir zwar nicht wohin, doch dadurch konnten wir erst den alten Weg verlassen. Denn Gott ist in unserem Leben ein Wegbegleiter. Wir müssen uns nur auf ihn einlassen und vertrauen. Erst dann erkennen wir, wie kostbar der Glaube an Gott für uns ist. Gott ist unser Vater. Er ist für uns, seine Kinder da. Er lässt uns nicht im Stich. Die Steine, die wir auf unserem Lebensweg wahrnehmen, sind nur Mittel zum Zweck. Wenn wir sie ignorieren, werden sie wachsen und wachsen und zu einer unerträglich schweren Last werden. Erst dann, wenn die Last des Lebens zu schwer geworden ist, ist man bereit sich öffnen und genauer hinzusehen. Liegt uns ein Stein im Weg? Belastet er uns? Warum?

Wollen wir den Stein weiterhin als Hindernis haben? Oder gibt es einen Ausweg, den wir bis jetzt noch nicht in Betracht gezogen haben? Welche Möglichkeiten haben wir, uns von dieser Last zu befreien? Kann sie aufgeteilt werden, d.h. andere tragen sie mit? Oder kann ich die Last alleine stemmen? Brauch ich dabei Hilfe? Wenn ja, woher? Wer steht mir bei? Freunde, die Familie, oder Gott? Gott ist für uns da, sofern wir es wollen und zulassen. Er zeigt und gibt uns auf seine Weise Hilfe.

Wir müssen nur offen sein, sie zu erkennen und anzunehmen. Denn, wenn wir sie nicht sehen, nach dem Motto: „Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht“, oder gar Angst vor dem Neuen, dem Unbekannten haben, wird der Stein nicht weichen. Jeder Mensch hat die Chance weiterzukommen, denn auch andere Wege haben schöne Steine und Gott ist wie der Stein, auf dem wir bauen können und wie wir anfangs hörten: … es gibt keinen Stein auf deinem Weg, den du nicht nutzen kannst, um weiterzukommen.

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