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Sieben Jahre Syrienkrieg: Schlimmer kann es kaum werden

Verantwortlicher Autor: Klaus Köhnen Bonn, 12.03.2018, 13:26 Uhr
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Bonn [ENA] Sieben Jahre nach Beginn des Syrienkrieges ist die humanitäre Lage der zivilen Bevölkerung so dramatisch wie nie. Mittlerweile sind innerhalb Syriens und in den Nachbarländern fast 19 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen. In Ost-Ghouta nahe Damaskus sind derzeit 400.000 Menschen von der Außenwelt und damit von wichtigen Hilfsgütern wie Nahrungsmitteln und Medikamenten abgeschnitten.

„Die Nachrichten aus Syrien machen mich fassungslos! Erschütternde Bilder von Menschen in Ost-Ghouta, denen die blanke Angst um ihr Leben ins Gesicht geschrieben steht, weil sie den Bomben nicht entkommen können“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. „Fünf Stunden reichen nicht aus, um mit LKWs an umkämpfte Orte zu gelangen und Notleidende zu versorgen. Humanitäre Hilfe braucht realen Zugang zu den Menschen und die Möglichkeit, wirklich alle Betroffenen zu erreichen.“

Hilfsorganisationen erwarten ungehinderten Zugang

Hilfsorganisationen mussten aufgrund der anhaltenden Gefechte ihre Hilfsmaßnahmen einstellen. Auch Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ berichten, wie gefährlich die Lage in den umkämpften Regionen Syriens geworden ist. Die Kräfte der Organisationen riskieren ihre Gesundheit wenn nicht gar ihr Leben um den Betroffenen Menschen zu helfen. Eigentlich sollte jede beteiligte Regierung die Genfer Konventionen kennen, doch es geschieht unfassbares. Helfer werden durch Beschuß daran gehindert zu helfen.

Der UN-Sicherheitsrat forderte bereits am 24. Februar einen einmonatigen Waffenstillstand, damit humanitäre Organisationen die syrische Bevölkerung mit lebensrettender Hilfe erreichen können. Bisher dauern die Kämpfe in Syrien weiter an und mit ihnen wird das Leid der Zivilbevölkerung immer größer. Als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen ist „Aktion Deutschland Hilft“ weltweit für Menschen in Not da. Dort, wo es die Lage zulässt, helfen die Bündnisorganisationen in Syrien und in den Nachbarländern, in denen Millionen Flüchtlinge Sicherheit suchen.

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