Mittwoch, 20.06.2018 15:36 Uhr

Neujahrsempfang der Stadt Eisfeld

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Eisfeld, 23.02.2018, 12:28 Uhr
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Eisfeld [ENA] Obwohl das Jahr schon vorangeschritten ist soll nicht unerwähnt bleiben, dass nach einem Jahr Pause in der vierten Januarwoche Bürgermeister Sven Gregor, auch im Namen des Stadtrates, wieder zu einem Neujahrsempfang der Stadt Eisfeld in die Lobensteinhalle der Regelschule eingeladen hatte. Nach einer musikalischen Einstimmung durch Kantor Andreas Förster begrüßte Sven Gregor viele Mitbürger, ...

Freunde und Gäste und freute sich, dass sie den Weg in die Lobensteinhalle gefunden hatten. Besonders begrüßte Bürgermeister Gregor die Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Vereinen, Verbänden, Nachbarn und Partnergemeinden, Behörden, Institutionen und der Presse. Damit bestand für alle an diesem Abend die Möglichkeit, in einen gemeinsamen Gedankenaustausch über Vergangenes und Künftiges zu treten und für kommende Projekte zu werben. Ein besonderer Gruß ging an die Partnerstadt Ham in Nordfrankreich.

Bürgermeister Sven Gregor wünschte zu Beginn des noch jungen Jahres 2018 allen Anwesenden und ihren Familien sowohl persönlich als auch im Namen des gesamten Eisfelder Stadtrates „alles Gute, vor allem Gesundheit, Erfolg und persönliches Glück“. „Für unsere Stadt Eisfeld“, so Gregor, „wünsche ich mir, dass es uns auch 2018 wieder gelingen mag, gemeinsam ein erfolgreiches Jahr zu gestalten, weiterhin die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen und dabei mit vereinten Kräften an einem Strang zu ziehen – und natürlich vor allem möglichst in die selbe Richtung.“

Vor genau 55 Jahren, so Gregor, wurde der Élysée-Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit beschlossen und stellt bis heute etwas Besonderes in den internationalen Beziehungen dar“. Thüringen zählt 82 Städtepartnerschaften mit Frankreich. Seit 1995 besteht auch die Zusammenarbeit zwischen Eisfeld und Ham mit einem sehr lebendigen Austausch und mit zwei engagierten Partnerschaftsvereinen. Dies sei eine „Art Außenpolitik auf kommunaler Ebene“.

Ehrenamt und soziales Engagement

„Der Jahreswechsel“, so Sven Gregor, „ist eine Zeit, in der man Bilanz zieht, sich neu sortiert und Vergangenes bewertet.“ Der Neujahrsempfang 2018 stand unter dem Motto „Ehrenamt und soziales Engagement“. Wie wichtig ehrenamtliches und soziales Engagement ist, sei täglich auch in Eisfeld erlebbar. Egal ob Freiwillige Feuerwehr, Wahlhelfer, Vereins- oder Verbandsarbeit, die Vorbereitung und Durchführung des Eisfelder Kuhschwanzfestes oder auch die kommunale Arbeit im Stadtrat seien wichtige Themen, die uns stets beschäftigen. Leider müsse man als Verantwortlicher der Stadt auch erkennen, dass „ein immer geringerer Anteil sich für die Aufgaben in der Gesellschaft verantwortlich fühlt.

Deshalb ist es auch meine Aufgabe, als Bürgermeister sowie auch des Stadtrates dafür zu werben, das Ehrenamt attraktiv zu gestalten, Möglichkeiten zu finden, Ehrenamtliche zu unterstützen und die Arbeit in der Kommune auf ein gutes und festes Fundament zu stellen“. So hat zum Jahresbeginn der Eisfelder Stadtrat beschlossen, für die Feuerwehrkameraden, die ihre vorgeschriebenen 40 Ausbildungsstunden im Jahr leisten, eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 150 Euro zu zahlen. Es soll ein Zeichen für die Anerkennung der Freiwilligen Feuerwehr sein. Bürgermeister Sven Gregor bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen für ihren beispiellosen Dienst und möchte Alle ermutigen, sich auch in das Ehrenamt mit einzubringen.

Aufgaben für das Jahr 2018

Die Gedanken waren auch bei dem tödlich verunglückten Feuerwehrkameraden in Bad Salzungen. Nicht unerwähnt ließ Gregor die zunehmende Gewalt gegenüber Rettungskräften bei Einsätzen. Gefordert sei eine entsprechende Bestrafung der Schaulustigen und Gewalttätigen. Für das Jahr 2018 hat sich Eisfeld auch wieder einige Projekte vorgenommen, die vorangebracht bzw. weiterentwickelt und umgesetzt werden sollen. Zurzeit wird die Kindertagesstätte in Steudach erweitert. Am bestehenden Standort sei dies nicht mehr möglich, so dass mit der Diakonie als Träger der Einrichtung ein Weg für eine Zweigstelle gefunden wurde, um die benötigten Plätze zu schaffen.

Bisher gibt es für die Kindergärten Eisfelds eine Betriebserlaubnis für 280 Kita-Plätze, mit allen Ausnahmegenehmigungen sind es 295. Diese seien fast bis zu 100 Prozent belegt. Als weiteres Projekt des Landkreises Hildburghausen werden über 8 Millionen Euro in den Schulstandort Eisfeld mit einem attraktiven Schulcampus investiert. Der Wirtschaftsstandort Eisfeld habe sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, so Gregor weiter. Dafür auch ein Dank an die Unternehmen, ohne sie wären die Investitionen aus kommunaler Hand so nicht möglich. „Sie tragen dazu bei, dass die Stadt Eisfeld sich hier gut entwickeln kann.“ Wie kann man verschiedene Projekte gestalten und umsetzen?

Auch darüber mache sich der Stadtrat Gedanken, so der Redner. So gelang es nach langer Diskussion, den Skaterpark auf dem Sportgelände zu errichten, der sich bei den Jugendlichen einer sehr großen Beliebtheit erfreut. Damit wurde auch eine Freizeitmöglichkeit für die Jugendlichen sichergestellt. Gut gelungen sei auch die Gestaltung von Spielplätzen in Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen, wie beispielsweise in Waffenrod und Harras. In Eisfeld ist ebenfalls ein neuer Spielplatz geplant. Probleme bereitet nach wie vor die Bausubstanz in der Innenstadt, wobei das größte Problem die Nordseite des Marktplatzes ist.

Entwicklung der Innenstadt

Hier müssen, so Sven Gregor, zeitnah Antworten gefunden werden. Im vergangenen Jahr musste wegen akuter Einsturzgefahr ein Haus als Ersatzvornahme abgerissen werden und die sich anreihenden Häuser sind auch nicht in einem besseren baulichen Zustand. Der Investor dieses Gesamtkomplexes sei für die Stadt Eisfeld nicht mehr erreichbar. „Somit muss die Stadt Eisfeld nun andere Wege gehen, um die Planungshoheit wieder zu erhalten und mitzugestalten, wie sich das Zentrum unserer Stadt entwickeln soll.“ Dabei hofft der Bürgermeister auf die Unterstützung des Stadtrates und der Bevölkerung. An der Justus-Jonas-Straße soll ein Stadtquartier mit dem kommunalen Eigenbetrieb entwickelt werden, so ein weiteres Vorhaben.

Dank für die geleistete Arbeit

Dies kann jetzt zur Umsetzung kommen. Im Innenstadtbereich gäbe es auch Investitionen aus privater Hand. „Somit kann sich Eisfeld als zukunftsfähiger Standort im oberen Werratal weiter entwickeln.“ Am Ende seiner Neujahrsansprache dankte Bürgermeister Sven Gregor all denen, die tagein tagaus einen wichtigen Dienst für die Stadt tun. Insbesondere nannte Gregor die Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätten und die Lehrerinnen und Lehrer der Schulen der Stadt Eisfeld, die sich der Kinder und damit der Zukunft der Stadt Eisfeld annehmen.

Er dankte den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes, der Polizei, den Vereinen und Verbänden sowie den Institutionen, den Unternehmern und den Handwerkern, den Mitarbeitern der Verwaltung und der öffentlichen Einrichtungen sowie des Bauhofes für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Eingeschlossen in den Dank waren auch die Vertreterinnen und Vertreter der Presse "für die vertrauensvolle Begleitung unserer Arbeit und ich danke Ihnen allen für Ihre Anregungen und Ihre Unterstützung, Ihr Lob und Ihre Kritik, die vielen gemeinsamen Gespräche und Veranstaltungen sowie das in mich und den Stadtrat gesetzte Vertrauen“.

„Ich freue mich auf ein interessantes und spannendes Jahr 2018 mit Ihnen allen zusammen und hoffe, dass es auch in diesem Jahr einige Ergebnisse geben wird, auf die wir dann vielleicht auch im Folgejahr mit einem Schmunzeln zurückblicken können. Gemeinsam können wir wieder viel bewegen. Das bedeutet aufs Neue wieder harte Arbeit, denn ohne Fleiß kein Preis.“ Sven Gregors Dank ging auch an alle, die an der Vorbereitung und Durchführung des Neujahrsempfangs mitgewirkt haben. Für die Umsetzung des Spielplatzes in Eisfeld überreichte im weiteren Verlauf des Abends Carmen Straube vom Eisfelder Sportstudio Maximum an die Spielplatzinitiative einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro.

Ehrungen

Dieser Abend in der Eisfelder Lobensteinhalle war auch Gelegenheit, und gleichzeitig zum Neujahrsempfang eine Tradition, verdienstvolle Bürger zu ehren. Der Stadtrat hat dazu Bürger für diese Ehrung vorgeschlagen. Die zweithöchste Ehrung der Stadt, den „Eisfelder Löwen“, erhielt Gerhard Knappe aus dem Werrastädtchen. Zum „Ehrenstadtrat“ wurde der Eisfelder Klaus Trebschuh ernannt. Mit der „Ehrenmedaille der Stadt Eisfeld“ wurden Peter Pfrenger (Eisfeld), Hugo Steinerstauch (Sachsenbrunn), Dr. Volker Triebel (Düsseldorf) und Dr. Lothar Härer geehrt.

Eine Ehrenurkunde der Stadt Eisfeld ging an Maria Haeunke (Eisfeld), Ursula Kieser (Herbartswind), Hans Pelkner (Bockstadt), Christoph Bauer (Waffenrod), Gabriele Stiebritz (Eisfeld), Gerlinde Lau (Hirschendorf), die Spielplatzinitiative Harras, Dr. Gert Kremer (Harras) und Margret Luther (Eisfeld). Bevor der Eisfelder Posaunenchor den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs beschloss, entrichteten Hildburghausens Landrat Thomas Müller, der Bürgermeister der Partnergemeinde Ahorn Martin Finzel sowie die Landtagsabgeordneten Kristin Floßmann, ...

Henry Worm und Tilo Kummer ihre Grußworte an den Eisfelder Bürgermeister und die Stadträte sowie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und ihrer Ortsteile sowie die anwesenden Gäste. Im Gepäck hatte Martin Finzel einen fränkischen Whisky und eine Flasche fränkischen Absinth aus Bad Rodach – auch grüne Fee genannt. Augenzwinkernd meinte er, den Hochprozentigen vielleicht einmal für ein gemütliches Zusammensitzen der Stadträte – oder, wenn man sich mal wieder zusammenraufen muss, zu nutzen.

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