Samstag, 23.09.2017 12:58 Uhr

Interview mit Kelvin Kalvus

Verantwortlicher Autor: Markus Steffen Selb, 14.09.2017, 11:30 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 1992x gelesen
Kelvin Kalvus
Kelvin Kalvus  Bild: Markus Steffen / Bimar

Selb [ENA] Kelvin Kalvus ist einer der wenigen Kontaktjongleur in Deutschland. Er ist unter anderem bekannt geworden durch die Teilnahme am Supertalent im Jahr 2008 wo er bis auf den zweiten Platz kam. Im Rahmen des Festival Mediaval X durften wir Kalvin Kalvus für ein Interview begrüssen.

Dieses Jahr durfen wir am Festival Mediaval, den Kontaktjongleur Kelvin Kalvus bei uns am Stand für ein Interview begrüssen. Bei dieser Art des Jonglierens geht es darum die Kugeln über den Körper rollen zu lassen, ohne sie zu halten. Kelvin Kalvus itritt seit etwa 15 Jahren mit dieser Kunst als Artist auf verschiedenen Bühnen auf. Er war einer der ersten welcher mit Kontaktjonglieren anfing.

Bimar: Was mich interessieren würde wie kamst du auf zu deinem Künstlernamen? Kelvin: Den Namen Kelvin habe ich seit meinen zwölften Lebensjahr. Kelvin ist Spitzname aus der Zeit um 1980, da gab es den schnellsten Mann auf hundert Meter, der hieß Kelvin Smith, und ich heiß ebenfalls Schmied, und da hatte mir so zu sagen mein Freundeskreis den Name aufgedrückt, weil ich zum selben Zeitpunkt, als er der schnellste Mann war, ich der langsamste auf hundert Meter war. Ich hatte echt keine Beschleunigung. Von den meisten wurde dann vergessen das ich noch einen anderen Namen habe. Dann kam irgendwann der Moment wo ich einen Künstlernamen brauchte. Dazu habe ich eine kleine Anekdote. Da war Poeta Magica, kennt man ja, und das war 2000 da hab

ich eine Email erhalten von Poeta Magica, ich habe sie dort kennen gelernt, mit dem Text: „wir finden das jetzt nicht so gut das du Fera Magica heisst wo wir Poeta Magica heissen, kannst du dich nicht umbenennen?“ Was ja gut war, das habe ich auch eingesehen. Damals war ich ja da auch ganz schüchtern und wollte auch keinen Stress. Da kam Kelvin gerade recht, das hieß im Mittelenglischen Glatzkopf und ich hatte Glatze damals, weil die Kugel besser über den Kopf rollten, von dort ging die Überlegung ins Mittellatein da heißt Glatzkopf Kalvus, ab dem Zeitpunkt nannte ich mich Kelvin Kalvus sprich Glatzkopf Glatzkopf. Bimar: Wie bist du vor ca. 16 Jahren zum Kontakt jonglieren gekommen?

Kelvin: Ich war früher ein schlechter Jongleur und ging an verschiedene Konvents wo die ganzen Showleute zusammen kommen. Und habe dort jeweil immer fleißig mitgemacht so als Hippie der Neunziger. Bei einer grossen Konventen irgendwo in Italien habe ich einen Mann gesehen, der nur mit einer Kugel jongliert hat, während wir alle zusammen versucht haben fünf bis sieben Kugeln, die Masse hoch zu werfen. Das war so ein positiver Schock und so faszinierend, ab diesem Moment habe ich alle Bälle fallen gelassen, und was ich sonst noch hatte, eine Kugel gegriffen und da ging es los. Bimar: Wie lange muss man in etwa üben?

Kelvin: Mit einem Workshop hat man eine gute Grundlage. Damals als ich angefangen habe musste ich es mir selber beibringen. Im ersten Jahr habe ich mich mit einer Kugel abgequält. Im zweiten Jahr war ich ganz tapfer und habe eine zweite dazu genommen und dachte mir es geht so weiter, sieben Jahre sieben Kugeln, zwölf Jahre zwölf Kugeln. Bei intensivem Training vier bis sechs Monate damit man einigermaßen Spaß daran hat, als Zuschauer.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.