Montag, 18.06.2018 05:57 Uhr

Einsatzbedingungen für Thermogeneratoren

Verantwortlicher Autor: Friedrich Scheuerecker Zorneding, 01.03.2018, 15:40 Uhr
Fachartikel: +++ Internet und Technik +++ Bericht 5103x gelesen

Zorneding [ENA] Mit der Marktverfügbarkeit von Thermogeneratoren zur Nutzung von Abwärme stellen sich Fragen nach den Erfordernissen zum Einsatz der neuen Technik. Die Möglichkeit, thermische Energie mit überschaubaren Anforderungen an Temperatur und Druck in elektrischen Strom zu wandeln, war bisher der ORC-Technik (Organic-Rankine-Cycle) vorbehalten. Die Technik zielt primär auf die Nutzung von Abwärme aus prozesstechnischen

Anwendungen; aber auch solare oder geothermische Wärmequellen sind möglich. Eine klassische Verwendung ist beispielsweise die Einbindung in eine stromgeführte KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) zur Anhebung des elektrischen Ertrages. Idealerweise verfügt die thermische Quelle über eine möglichst gleichbleibende Ganglinie mit langen Laufzeiten und es ist zudem keine direkte, ununterbrochene, sinnvolle Nutzung der Wärmeenergie möglich. Die möglichen Eingangstemperaturen für die Generatoren liegen zwischen 90 und 200 Grad Celsius (die Temperatur der Quelle selbst kann natürlich höher liegen).

Temperaturdifferenz erforderlich

Der Wandlungsprozess der Generatoren benötigt ein Temperaturgefälle. Je höher dieses Gefälle ist, umso größer ist die Leistung der Generatoren. Der anzunehmende Wirkungsgrad der Wandlung liegt in etwa bei vier bis sechs Prozent. Die elektrische Leistung der Anlagen ergibt sich aus der verfügbaren Energiemenge, der erreichbaren Differenztemperatur und der Anzahl der eingesetzten Generatoren. Die Differenz zwischen der Eingangsenergie, der gewandelten elektrischen Energie und der Verteilungsverluste muss auf einer Senkenseite abgeführt werden um das erforderliche Temperaturgefälle aufrecht zu erhalten.

Neben der Verfügbarkeit einer geeigneten Wärmequelle ist eine ausreichende Wärmesenke das entscheidende Kriterium für die Anwendbarkeit dieser Technik. Idealerweise findet sich diese bei industriellen Anwendungen in den parallel stattfindenden Prozessabläufen. Generell ist die Thermogeneratorentechnik geeignet, wenn eine lange Nutzungsdauer bei geringem Wartungs-, und Betreuungsaufwand im Fokus steht und die verfügbare Energiemenge, oder das Temperaturspektrum für einen alternativen ORC-Prozess nicht ausreicht.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.