Samstag, 11.07.2020 05:42 Uhr

Der Alltag mit Corona-Regeln in Bad Kreuznach

Verantwortlicher Autor: Jürgen Rudolf Dikken-Wenzel Bad Kreuznach, 17.05.2020, 11:51 Uhr
Kommentar: +++ Boulevard +++ Bericht 6937x gelesen

Bad Kreuznach [ENA] Wie erlebt man die Corona-Pflichten derzeit Bad Kreuznach und ganz speziell im Stadtviertel um den Ellerbach, dem so genannten "Klein Venedig". Vorweg gesagt, einfach ist es nicht gerade. Maskenpflicht, Abstandsregelung und und und fordern uns heraus. Grob überblickt funktioniert das alles ganz prächtig. So laufen viele mit einer Maske im Gesicht. Oha, das ist doch vorbildlich. Abstand wird gehalten, ganz brav.

Da fällt auf, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Passanten die Maske als lustiges Beiwerk einsetzen, sie umschmeichelt das Kinn, ist Kinn-Stütze. Andere Trageweisen decken den Mund ab, lassen jedoch die Nase ungeschützt. Da ist es unerheblich, wie originell, wie lustig, wie bunt die Maske ist, wieviel Energie und Phantasie in der Eigenproduktion steckt - Aussehen, auffallend. Nutzen: Gleich Null! Da ist doch dringend Abhilfe geboten. Es gibt doch genügend Darstellungen und Hilfen, die diese Fehler zu beseitigen helfen. Es hilft uns doch Allen, keine Infektionen weiter zu tragen. Gleichwohl ist die Ansicht weit verbreitet, das Einatmen müsse 'geschützt' vonstatten gehen. Es ist grad umgekehrt, unsere verbrauchte Luft gehört gefiltert.

Wie ist das denn nun mit der Abstandsregelung? Es fiel und fällt auf, dass Geschäftsleute, Wirtsleute etc etc recht aufmerksam mit Massband und Markierungsfolie hantierten. Die Regelung besagt ja eindeutig, dass Eineinhalb Meter gewahrt sein müssen. Da sollte es doch auch der Kundschaft am Herzen liegen, den z.B. Gastwirt zu unterstützen und da aufmerksam mit zu tun, keine Regel zu brechen. Was heisst, wenn ein Bereich einmal festgelegt wurde, wenn die Ordnungsbehörde vor Ort alles gutgeheissen hat - dann bitte muss das von Dauer sein und soll möglichst nicht klammheimlich wieder geändert werden in Vor-Corona-Regelungs-Zeiten. Das ist falsch, das ist unfair und das ist ein wirklich grober Verstoss gegen die Kundschaft, deren Gesundheit.

Wir alle warten doch auf Nach-Corona-Zeiten

Dieses Warten kann nur verkürzt werden, wenn Regelungen eingehalten werden, wenn dem bösen Virus Einhalt geboten wird. Dann wird das Leben auch wieder unbeschwert und schön, versprochen. Zwischenzeitlich darf man getrost auf jene Mitbürger blicken, denen alles egal scheint. Dabei eng mit irgendwem zusammen rückt um 1,5m Abstand auf Körperkontakt zu vermindern und gleichzeitig lautstark zu tönen "ich bin ja schliesslich gesund und der Virus geht an mich nicht ran. So gesehen und gehört auf dem Kornmarkt. Sch….., das darf nicht sein. Die fragliche Person scheint absolut unbelehrbar. Jetzt, nach der Lockerung, ist alle Aufklärung scheinbar umsonst und wer's nicht glaubt, sollte sich aufmerksam umsehen. Masken-Tragepflicht? Alles vergessen.

Ist es denn notwendig - so geseehen am Wochenende

Der Kornmarkt erfreut sich grosser Beliebtheit. Zum Flanieren, zum Ausruhen. So gesehen am Samstag. Kein einziger freier Platz bei der Gastronomie. Also wird dichter aufgerückt. Der Brunnen (wo, bitteschön, ist das Wasser?) macht da keine Ausnahme. Eine einzige "Grossfamilie" hockt da A.... an A... . Da wird auch geknutscht, geküsst, umhalst was das Zeug hält. Da versucht so mancher Zeitgenosse, dieser virusfreundlichen Situation zu entgehen, gerät jedoch in der Fussgängerzone Mannheimer Strasse sogleich wieder in Not, vermeintlich problemlos und einigermassen sicher voran zu kommen. Geht nicht. Denn auch hier offenbart sich grosses Unverständnis für Vorsichtsmassnahmen. Von allen Seiten schieben sich Menschen an einem heran.

Also, bei mir konnte ich eine gewisse Art Panik konstatieren. Wohin geht denn der Weg noch. Wenn alle Weisungen so krude übergangen werden. Gruppendynamik allenthalben. Wohin wird das noch führen? Sind denn alle total immun gegen Regelungen, die uns und unsere Gesundheit schützen sollen. Man ist versucht, jugendlichen Leichtsinn zu erkennen. Und just im gleichen Moment schiebt sich eine Gruppe älterer Herrschaften auf mich zukommend. Wie auch die Jungen - weder maskiert, noch Abstand wahrend, noch irgend eine Art von Rücksicht erkennen lassend. Da wird einem doch Angst und Bange.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.