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Oldtimer-Grand-Prix - Highlight am Nürburgring

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Nürburgring, 28.08.2017, 14:55 Uhr
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Highlight am Nürburgring
Highlight am Nürburgring  Bild: Erich Hein

Nürburgring [ENA] Es ist August und zehtausende Menschen zieht es wieder an den Nürburgring, denn der AvD- Oldtimer- Grand- Prix gibt sich die Ehre. Eigentlich ist ja immer wieder das Gleiche, die Autos fahren, die Leute gucken, Wetter unbeständig, entweder sauheiß oder nasskalt und neblig.

Die Faszination dieses Events ist das Zusammentreffen zweier einzigartigen Komponenten. Zum einen der Nürburgring, einer schwierigsten aber auch schönsten Rennstrecken der Welt und der Oldtimer- Grand- Prix ein packendes Spektakel vollbesetzt von den schönsten und seltensten Rennlegenden ihrer Zeit. Ob 16 Rennen, einige Gleichmäßigkeitsprüfungen, Paraden und Hochgeschwindigkeitspräsentationen, vom spritzigen Einsitzer, edel und elegante Sportwagen der Fünfzigerjahre oder die vor Kraft strotzende Gruppe- 6- Prototypen der Siebzigerjahre, alles war vertreten.

Starke Regenfälle die zeitweise täglich niedergingen, machten die Rennstrecke glitschig und so fanden viele Fahrzeuge kaum Traktion und die Räder drehten dauernd durch. Fazit: der ein oder andere Dreher und Ausrutscher. Beim eindrucksvollsten und stimmungsvollste Rennen der Zweisitzigen Rennwagen und GT- Fahrzeuge bis 1960/61 in den Abendstunden des Samstages ein Höhepunkt des Events, schenkten sich die PS- starken Maserati Sportwagen und die leichtgewichtigen, aber leistungsarmen Lotus- Zweisitzern nichts. Am Schluss des einstündigen Rennens siegte der Maserati Tip 63 mit Fahrer Ulrich Schumacher. Michael Gans auf dem Lotus 15 wurde Zweiter.

Ebenfalls ein Höhepunkt, die Formel 1 Autos mit Cosworth- Motoren, die mit 18 Fahrzeugen ihr Rennen Samstag und Sonntag austrugen. Gleich in mehreren Rennen starteten die Tourenwagen der Sechziger- bis Achtzigerjahre, wie z.B. im Revival der Deutschen Rennsport Meisterschaft bei dem Wolfgang Kaufmann auf einem Porsche 935 im ersten und Afschin Fatemi auf Porsche 934/5 im zweiten Lauf gewannen, oder im Gleichmäßigkeitsfeld ehemaliger DTM- und STW- Fahrzeuge. Ein Ford Escort RS 1600 mit Fahrer Sebastian Glaser und Patrick Simon gewann die AvD- Tourenwagen- und GT- Trophäe.

Der Porsche 917 mit seinem Fünfliter-Zwölfzylinder war zwar das attraktivste Fahrzeug in der FIA Masters Historic Sports Car Championship, aber gegen einen Lola T292 hatte er keine Siegeschance. Am Ende nur Platz Sechs. Bei der Historic Grand Prix Cars bis 1960 schaffte es der Ferrari 246 Dino mit Andy Willis vor einem Maerati 250 F als erster ins Ziel. Nach gut einstündiger Fahrzeit bei den Gentelman Drivers mit den GT-Wagen bis 1965 zeigte einmal mehr die gesamte Fahrzeug- Breite seine Klasse. Für den AC Cobra von Michael Gans und Andrew Wolfe endete das Rennen auf dem Siegertreppchen.

Der 45. Oldtimer Grand- Prix, der 1973 als „Renn- und Industrieshow“ ins Leben gerufen wurde, bleibt seinem Ruf treu, Porsche, Jaguar und Volvo gaben mit ihren Showflächen Einblicke in ihre Vergangenheit und in die Gegenwart seiner Autoherstellung. Ein Hauch von Geschichte umgibt dass Event. Freuen wir uns aufs nächste Jahr, wenn es am der Nürburgring wieder in die Vergangenheit des Rennsports geht.

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