Montag, 20.11.2017 16:34 Uhr

Die Schloss Dyck „Classic Days“

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Jüchen, 22.08.2017, 15:49 Uhr
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Classic Days auf Schloss Dyck
Classic Days auf Schloss Dyck  Bild: Erich Hein

Jüchen [ENA] Drei Tage lang vom 4. bis 6. August öffneten sich die Tore Von Schloss Dyck bei Jüchen zum größten deutschen Freilicht- Museum, den „Classic Days“ für Klassische- Automobile-, Motorräder und Traktoren. Zum zwölfen Mal schon versammelten sich unzählige Vier-, sechs-, und zweirädige Gefährte im

Schlosspark zur Reise in die Auto-Historie. Der ganz große Star der diesjährigen Classic Days hatte 6 Räder, 4 Ringe, und 16 Zylinder, der C- Typ von Auto Union, der erfolgreichste deutsche Grand- Prix Rennwagen von 1936, der dazu noch 30 Weltrekorde aufstellte. Die Zwillingsräder wurden damals hauptsächlich bei Bergrennen gefahren, um die Traktion der Antriebsräder zu sichern.

Der halbe Schlosspark pilgerte den Gasstößen in Richtung Auto Union entgegen als man die Motorhaube öffnete um das Triebwerk auf Temperatur zu bringen. Der fünffache Le Mans- Sieger Frank Biela zeigte gekonnte Drifts, die die Leistungsfähigkeit des C- Typ mit seinen 520 PS keinen Besucher Kalt ließ. Ein Name, eine Augenweide, der Fiat S/76, besser bekannt als „The Beast of Turin“, gebaut 1911 mit mehr als 28 Litern Bei 4 Zylindern. Bei seiner Rekordfahrt in Ostende am 8. Dezember 1913 sprintete das Bist mit 211 km/h über die Rennbahn. Ein Highlight, gebührend gewürdigt vom Publikum mit viel Applaus und jeder Menge Fotos.

Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen, ein Tag reichte da Bei weitem nicht aus. Da war zu einem die hochinteressante Sonderschau der IOS- Bizzarini Sportwagen mit exklusiven Exponaten, gepaart mit edler Eleganz und raren Einzelstücken, sowie die Concours- Autos im Rahmen des FIVA- A- Concours. Dazu kam eine Ausstellung zur 70- Jahr Feier von Ferrari. Bei „Charme & Style“ auf der Schwarznuss- Wiese dudelten die Grammophone, Picknickkörbe standen neben historischen Fahrzeugen, deren Besitzer mit Schirm, Charme und Melone hin und her flanierten. Bei der „Stars und Strips“ im USA-Bereich plärrte Elvis aus Dem Radio sein Love me Tender.

Wohnwagen in Camping- Atmosphäre luden zum chillen ein. Ab und zu dröhnten die Motoren, die legendären Bentley- Boys des Benjafield´S Racing Club fuhren über die Tulpenbaum- Allee zu ihrem großen Auftritt auf dem Rundkurs. Man liebt diese alten Schlachtrosse, die jede, aber auch jede Rennstrecke erschüttern. Neben den Autos waren auch wieder Personen aus der Automobilszene zugegen, Walter Röhrl, Heidi Hetzer, Jochen Mass, karl Wendlinger und Roland Asch. Einer jedoch, kam erstmalig, klein, drahtig, ein charismatischer Typ aller Cowboy, mit weißen Locken und mannigfachen Falten im Gesicht; ein Hauch von Abenteuer, Natur und Abenteuer umhüllten diesen Mann.

Sein Name: Arturo Merzario. Mit großem Interesse sah er als 17 jähriger 1961 sein erstes Autorennen, den Grand- Prix von Italien in Monza. Trotz des schweren Unfalls bei dem Graf Berghe von Trips sein Leben verlor, ließ seine Begeisterung für den Motorsport nicht nach. Merzario fuhr für Ferrari in der Formel 1, im Sport- Prototyp mit Ickx, Regazzoni und Pace. Später wechselte er zu Alfa Romeo und fuhr auch noch MAN- Truck. Losgelöst vom Sumpf der Abgasaffäre zeigte sich die Autostadt von ihrer Besten Seite. Die Welt des Volkswagen- Konzerns, die Massenmobilisierung der letzten 70 Jahre brachte man in eindrucksvoller Manier den Besuchern nahe.

Zu Ehren des 70. Geburtstags des Rallye- Genies „Walter Röhrl“ Gab es die „Walter – Röhrl- Festspiele“. Vom Ford Capri RS (1972) bis hin zum Audi quattro (1984/85) und Porsche 911 (1981). Der Walter- Röhrl Sonderlauf auf dem Rundkurs war ausdrucksstark und interessant. Modeschauen, diverse Verkaufsstände, die Weite des „Miscantus“ Feldes mit den unterschiedlichsten Oldtimer-Clubs, die Auktion Bei Coys mit über 70 Exponaten im Angebot, ein Besuch bei den Classic Days ist ein Muss für jeden Oldtimer- Freund. Zum Schluss noch ein großes Lob an die überwiegend ehrenamtlichen Helfer, die mit Ihrer Liebe zum Gestern im hier und Heute für ein perfektes Oldtimer- Fest sorgten.

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